About the Germans (4)

Heute in „About the Germans“…

…der starke Printmarkt. Ja, richtig gelesen. Die New York Times erzählt die Geschichte von Zeitschriften und Zeitungen in Bussen, Bahnen und Flugzeugen, voll mit Werbung. Natürlich seien da nun DAPD, die Frankfurter Rundschau und die Financial Times.

Is the newspaper industry in Germany about to go the way of its counterparts elsewhere in the developed world?

Perhaps. Certain technologies, including the Internet, have taken longer to catch on in Germany than elsewhere. Advertising has already declined sharply at German newspapers; perhaps now readers will move on, too.

Aber, es gelte:

The troubles at Frankfurter Rundschau, FT Deutschland and DAPD “are not an indicator of a dying print market,” said Steffen Burkhardt, a media researcher at the University of Hamburg. “Publishers in Germany are in a fantastic situation compared with print publishers in other markets.”

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Röper? Pure Vernunft darf niemals siegen

„Journalismus ist nicht mehr erstrebenswert. Ich rate allen, tut euch diesen Beruf nicht an. Die Attraktivität hat massiv nachgelassen“, so Horst Röper. 

Diese Wort lassen sich auf newsroom.de nachlesen – als Reaktion auf den Untergang der Westfälischen Rundschau. Dazu nur ein paar kleine Gedanken. Das, lieber Herr Röper, ist nichts neues. Und hat auch nicht viel, bzw. nicht nur, mit der WR, der FR oder der FTD zutun. Für diesen Hinweis brauche ich keinen Medienforscher. Das haben mir meine Eltern schon vor sechs oder sieben Jahren gesagt, als sie fein säuberlich einen Artikel in der Zeit über die schlechten Arbeitsbedingungen im Journalismus ausschnitten und auf meinen Schreibtisch legten. Mein Chef im ersten Bewerbungsgespräch, ungefähr zur gleichen Zeit, fragte mich: Und Sie sind sicher, dass Sie nicht zur NASA wollen? Meine Freunde haben auch nicht immer verstanden, warum ich abends nicht auf eine Party konnte, weil ich am Sonntag in aller Frühe noch die vier Texte vom Samstag über den Kaninchenzuchtvereins, die Einweihung des neuen Löschwagens und einen Feuerwehrwettbewerb schreiben musste – für 21 Cent pro Zeile.

Sechs Jahre später?

Meine Eltern schicken mir Reisewarnungen aus Ländern, in die ich reisen möchte. Meine Freunde wundern sich, dass ich beim Gespräch über Einstiegsgehälter keine Zahl nennen kann, weil ich mir den Tarifvertrag nicht angeschaut habe. Und dank des Chefs von damals habe ich ein wunderbares Volontariat absolviert. Und zwar nicht bei der Nasa.

Vielleicht hat Herr Röper Recht. Und wir sind jung, dumm und naiv. Trotzdem gilt: Pure Vernunft darf niemals siegen.

Dazu etwas fundierter: Christian Jakubetz in seinem Blog. 

Inauguration – Halb Amerika ist sich einig

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Da irgendwo, hinter all den Menschen, soll Obama hergelaufen sein.

Ein schöner Tag, dieser 21. Januar. Blauer Himmel. In der Stadt ließen sich Einheimische und Touristen schon am morgen ganz leicht unterscheiden. Die Bewohner der Hauptstadt drehten um acht noch ihre berühmten Jogging-Runden oder trugen ihre Yoga-Matte in der Hand, die Besucher aus der Ferne versuchten mit dem Smartphone in der Hand zunächst einmal die richtige Richtung (nicht so schwierig) und dann den richtigen Eingang (fast unmöglich) zu finden.

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About the Germans (3)

Heute in „About the Germans“…

…wird Niedersachsen mit Missouri verglichen: Das erklärt der Economist in seiner Berichterstattung zur Landtagswahl:

Uwe Alschner, a political strategist, likens it to Missouri, which American wonks study because it is in parts southern, western and mid-western, and is both urban and rural. 

Außerdem, exklusiv, die Übersetzung vom Weißwurstäquator:

The Weisswurstäquator (“white-sausage equator”), named after a Bavarian sausage and running east-west along the Main river, usually demarcates the cultural boundary south of which politicians are too exotic to get ahead in national politics.

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Codeyear – Get it started

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13. Januar. Ich code. Zumindest ein wenig.

Wie alles begann: Der Schweizer Journalist David Bauer hat 2012 gelernt, zu programmieren. Warum und was daraus geworden ist, das lest ihr hier. Drei Stunden pro Woche hat er dafür investiert und das ist auch mein Ziel. Ich bin ein Liebhaber des Print, aber ich bin ihm nicht hoffnungslos verfallen. Ich bin auch ein Kind des Internets. Deshalb das #Codeyear 2013. Danach werde ich kein Programmierer sein, auch keine Programmiererin. Aber ich möchte es zumindest ein bisschen verstehen.

Das wäre in der Vergangenheit zum Beispiel hilfreich gewesen beim Mikrokosmos Hauptbahnhof, einem multimedialen Projekt aus meiner Volontärs-Zeit beim Kölner Stadt-Anzeiger. Auf der Webseite gab es Audio-Slideshows, klassische Reportagen, Bilderstrecken und Videos – aber zum Beispiel keine Daten. Und auch bei meinem Blog zum Hauptbahnhof habe ich fast alles dem Programmierer überlassen, ohne zu wissen, welche Möglichkeiten es eventuell noch gegeben hätte.

Noch mehr zu den Fragen Warum und Wieso haben schon sehr schön Daniel Drepper und Jonathan Sachse aufgeschrieben, bei letzterem gibt es auch eine Übersicht, wer noch alles beim #Codeyear dabei ist. Freue mich über comments, wer noch dabei ist und über Tipps zum Programmieren natürlich. Ich habe mit JavaScript in der Codeacademy angefangen, habe mich aber noch nicht auf eine Sprache festgelegt.

About the Germans (2)

Heute lernen wir in „About the Germans“, dass manche Deutschen…

…jetzt das ständige Duzen von den Amerikanern übernommen haben. Das schreibt zumindest Andreas Kluth, Korrespondent für das „More Intelligent Life“ Magazin vom Economist.

„Today’s Germans have been eagerly importing informality from America, crediting its prevailing casualness—in places such as Silicon Valley—with creativity, productivity and modernity generally. So the Germans, like the Swedes and Danes, are increasingly dispensing with the formal second person even among strangers, on the assumption that this will make things easy, cuddly and bubbly.“

Seine Argumente: Im Starbucks wird jeder mit Du angesprochen und in einem Hotel in Mecklenburg sei er aufgefordert worden, alle anderen Gäste zu duzen.

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