Jung, schwanger, berühmt

Wenn Teenager schwanger werden. Gähn. Ein Thema, das so oft im deutschen privaten Fernsehen wiederholt wird, dass es vermutlich mittlerweile selbst die Fans der einschlägigen Sendungen langweilt. Wenn Teenager schwanger werden. Ein Thema, das assoziiert wird mit dem Schlagwort „Hartz 4“, sodass selbst das Mädchen von nebenan, das in jungen Jahren ein Kind erwartet, in den Blicken auf der Straße wahlweise die Fragen „Zu doof um zu verhüten?“ oder „Was ist mit Arbeiten?“ lesen kann.

In den USA ist das anders. Da können schwangere Teenager berühmt werden. Und zwar so richtig. Mit Geld, mit Fanclubs und mit Auftritten auf den Covern sämtlicher Tabloid-Magazine (eine kleine Auswahl hier). Das gilt vor allem für die Stars   Mädchen aus der MTV-Show „Teen Mom„. Der Gedanke liegt da nahe, dass Teenie-Schwangerschaften glorifiziert werden. An einer Schule in Gloucester gab es angeblich mal einen Pakt von 17 Mädchen, die gleichzeitig schwanger wurden. Ob es diesen Pakt wirklich gab, oder König Zufall am Werk war, wird wohl das Geheimnis der Mütter bleiben.

Doch die Statistiken zeigen keinen Anstieg an Schwangerschaften. Die New York Times berichtete sogar von einer Ausstellung zu „Teen Mom“ in einem Klassenzimmer. Ein Zitat der Lehrerin:

“They’re sucked into the drama of it. But they see that they don’t ever want to be in that situation. I talk about abstinence first and foremost, but I listen to them, so I know they’re not abstinent. So the show offers a good opportunity to teach them about condoms and birth control.”

Überhaupt scheint es an amerikanischen Schulen einen anderen Umgang mit Teenager-Schwangerschaften zu geben. So gibt es zum Beispiel eine High School nur für junge Mütter. Bereits 1989 gab es Schulen, die eine Tagesbetreuung für die Kinder anboten.

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