Best of American Journalism (1)

Nach acht Monaten in den USA ein Fazit zum amerikanischen Journalismus, mit hauptsächlich positiven Fakten, Beispiel, Anregungen. Willkürlich und subjektiv. Einige Dinge kennt bestimmt schon jeder oder gibt es auch in Deutschland. Deshalb alles kurz und knackig zum Überspringen, aber mit Links zum Weiterlesen. Teil 1:

1) Die New York Times korrigiert sich fast jeden Tag auf einer halben Seite bis einer Seite selber. Auch im Netz. Hier noch ein Link dazu, wie das dort und auch bei anderen amerikanischen Zeitungen funktioniert.  

2) Pressesprecher sind nett. Standard-Frage: „When is your deadline?“. Wer auf Mailbox spricht, wird auch zurückgerufen. Das gleiche gilt für Quellen in Organisationen oder an Universitäten. Ich wurde mal am Spring Break vom Strand zurückgerufen, mit der Entschuldigung, dass wegen dem Wind leider die Verbindung etwas schlecht sei.

3) Innovatives Projekt: Ein Journalisten-Paar geht auf einer Westseite allen Morden in Washington DC nach. Homocide Watch wurde oft ausgezeichnet, kämpfte aber auch mit Finanzierungsproblemen. 

4) Die besten Reportagen der Welt gibt es beim New Yorker. Monatelange Recherche, und das schönste: die Meta-Ebene bleibt meist ganz klein, oft wird einfach nur erzählt, das dafür umso aufwendiger. Zum Beispiel zu der Frage, ob Menschen, die Kinderpornographie runterladen, für Taten ins Gefängnis kommen können, die sie noch gar nicht begangen haben, hier online. 

5) Medienjournalismus gibt’s bei Poynter. 

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